Erste Erfahrungen nördlich des Polarkreises
(nach einem Tagebuch von Chr. Eisel, bearbeitet von S. Korn)
Reiseberichte Schweden --- Lappland '95
© C. Eisel. Zuletzt aktualisiert am
home und raus aus fremden frames
Wir verlassen den Zug um 9 Uhr 46 in Gällivare. Noch ehe wir marschbereit
sind, haben uns die gräßlichsten Raubtiere dieser Erde gefunden:
Mücken! Wir besorgen uns etwas zu Essen und drei Flaschen Djungelolja und
nehmen um 11 Uhr den Bus nach Ritsem (120 Kronen/Person).
In einer Lappenstation macht der Bus eine halbe Stunde Pause - wir trinken Kaffee.
Der Busfahrer ist hier oben offensichtlich nicht nur fürs Fahren zuständig,
er ist gleichzeitig auch Postbote (teilweise werden die Postsäcke einfach
aus dem Fenster geworfen) und Lebensmittellieferant für die Fjällstationen
auf dieser Seite des Akkajaure. Mit zahlreichen Mitreisenden warten wir in Ritsem
auf das Boot, das uns nach Änonjalme bringen soll. Um 16 Uhr geht es dann
endlich in Richtung Padjelanta. Auf der Überfahrt gönnen wir uns die
letzte Dose Bier.
Bei gutem Wetter erreichen wir um 16 Uhr 30 Änonjalme und wandern sofort
los,
um uns
von dem übrigen Pulk abzusetzen. Wir erreichen nach etwa 30 Minuten die
Akka-Hütten. Der Müll wird entsorgt und dabei finden die beiden Herren
den perfekten Wanderstock für die Dame. Weitere 30 Minuten Marsch und wir
erreichen die Brücke über den Vuojatätno. Etwas oberhalb der
Brücke findet sich ein schöner Zeltplatz mit Feuerstelle, nicht windgeschützt
leider direkt am Weg. Es gibt relativ wenige Mücken, dennoch kommen die
Mückennetze erstmalig zum Einsatz. Das Abendessen schmeckt ganz gut, danach
machen wir es uns am Lagerfeuer mit Kakao und Rum gemütlich. Christian
und Fiete "suchen" sich einen Wanderstock, welchen Fiete sehr liebevoll bearbeitet,
wohingegen Christians Schnitzarbeit weniger ästhetischen denn praktischen
Aspekten folgt.
19. Juli 1995
Nach einer angenehmen Nacht stehen wir um 9 Uhr auf. Anscheinend sind die
übrigen Mitreisenden vom Vortag längst an uns vorbei, denn es ist
keine Menschenseele zu sehen. Wir frühstücken gemütlich und lange
bei schönem Wetter. Wir beginnen gerade zu packen, da setzt der Regen ein.
Dieser überrascht Christian mitten in ausgiebigen Pack-Orgien, Fiete und
Silke sind schon weiter und packen schnell das Zelt ein.
Christian muß dann auch noch mal die "Landschaft bewundern", der Aufbruch
verzögert sich somit etwas. Als wir endlich aufbrechen, läßt
der Regen nach und die Bundeswehr-Ponchos bleiben im Rucksack. Wir steuern Kisuris
an. Unterwegs gibt es Gletscher zu sehen und wir machen Pause, um uns Landschaft
anzusehen. Danach noch mehr Landschaft und diverse Photos. Inzwischen hat sich
das Wetter wesentlich gebessert. Wir ruhen und essen etwa eine halbe Stunde
an einem Rastplatz (Jåkkåjåkken) und schwitzen ziemlich. Die nächste Pause
findet bei der Brücke kurz vor dem letzten Anstieg zu Kisurisstugan statt.
Der Wind frischt etwas auf um, wie sich bald darauf herausstellt, stärker
zu werden und uns nicht mehr zum Schwitzen zu verleiten. Nach Kisuris machen
wir eine Rast mit Suppenpause - Wolken ziehen auf, die Ponchos werden ausgepackt,
da der Wind ganz schön pfeift. Wir schleppen uns noch 2 Kilometer weiter.
An einem Bach finden wir einen idyllischen Zeltplatz direkt unter einem kleinen
Schneefeld. Jetzt gibt es auch noch Nebel und keine Möglichkeit die Klamotten
zu trocknen! Die Stimmung nähert sich der Temperatur. Das entfachte Feuer
will auch nicht recht, es handelt sich im wesentlichen um Rauchzeichen. Zu allem
Unglück ist das Fertigmenü von heute auch noch sehr eigenartig - Nudeln
mit Champignons und Banane. Glücklicherweise haben wir jedes Gericht doppelt
gekauft! Trotz ausgiebiger Bemühungen scheitern alle Versuche, unsere Kleidung
am Lagerfeuer zu trocknen - der Nebel ist schneller. Zum Trost gibt es zwei
Kakao mit doppelt Rum - für die Stimmung und gegen die Kälte.
Auf dem Weg zur Vuojatätno-Brücke bleiben wir einmal kurz im Sumpf stecken.
Nach der Kälte am gestrigen Abend ist es heute sehr warm. An der Brücke
werden wir von einem ersten Mückenansturm erfaßt. Trotzdem schmeckt
die Suppe noch einigermaßen gut. Wir beobachten dabei ungläubig und
mit hochmütiger Rücksicht auf das Alter eine Reisegruppe von etwa 6
Personen, die sich von einem Hubschrauber abholen läßt! Wir hingegen
wandern tapfer weiter. Es folgt ein ziemlich qualvoller Anstieg auf etwa 760 Meter
zur Westflanke des Låtatj. Alle haben Visionen, die irgendwie die Gestalt von
sich drehenden Rotorblättern haben. Wir überwinden den ersten Rentierzaun
und sind absolut erschöpft. Wir finden einen Zeltplatz mit überwältigender
Aussicht auf den Vastenjaure. Das Tagesziel Låddejåkkå liegt noch etwa 4 Kilometer
entfernt. Es ist zwar windig, aber ansonsten schönes Wetter. Wir kochen Abendessen
und bauen einen Windschutz. Da der Wind nachläßt, kommen jetzt doch
einige unserer kleinen Freunde. In der Ferne beobachten wir Regenfälle (oder
ist es Schnee): werden sie uns erreichen? Wir trinken noch ein bißchen Standard-Getränk
und sind tierisch schlapp. Die 20 Kilometer haben uns doch mehr angestrengt als
wir erwartet hatten. Fiete hat darüber hinaus seit gestern mit einer Erkältung
zu kämpfen, er hat starken Schnupfen und Kopfschmerzen. Dazu hat er jetzt
natürlich auch noch Halsschmerzen, da er die ganze Zeit durch den Mund atmen
muß. Christian genießt noch die Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel,
die sich hinter dem Vastenjaure erheben.
21. Juli 1995
Wir verlassen diesen wunderschönen Platz und brechen nach Arasluokta auf.
Zunächst müssen wir ziemlich steil abwärts zu den Låddejåkkåstugan.
Wir überqueren den Låddejåkkå und beginnen den Anstieg zum Pårka-Sattel
welcher sich als sehr anstrengend erweist. Die einzige Abwechslung ist ein jesus-ähnlicher
Eremit, der sich, bei doch recht niedriger Temperatur, lediglich mit einem Handtuch
bekleidet, aus seinem Zelt wagt. Wir kämpfen uns bis auf 900 Meter Höhe
und machen eine Mittagspause. 
Es kündigt sich eine Mückeninvasion an. Hier oben ist es sehr feucht und matschig. Schon etwas geschwächt treten wir den Abstieg zum Miellätno an. Am Ende von Silkes Kräften überqueren wir den Fluß, da die Zeltplätze auf dieser Seite besetzt sind (zwei akzeptable Plätze, zwei Zelte). Nach der Flußüberquerung machen wir uns sofort auf Zeltplatz-Suche. Es findet sich ein leidlicher Platz mit derartig vielen Mücken, daß wir es vorziehen, im Zelt zu kochen und zu speisen. Nach ergiebigen Diskussionen bei Johnnie W. über diverse Pinkeltechniken legen wir uns völlig erledigt schlafen. Es regnet in Strömen!
Wir überwinden den höchsten Punkt des Tages (785 m) und machen uns an
den Abstieg zum Seen-Plateau zwischen Stuor-Titer und Unna-Titer wobei wir einen
Blick in das Titervagge werfen können. Unterwegs begegnet uns ein munteres
Kind - vielleicht auf dem Schulweg? Das Plateau und auch die Strecke am Westhang
des Unna-Titer sind überaus sehenswert - leider streikt der Photoapparat.
Hier gibt es gute Zeltmöglichkeiten, doch wir beschließen, lieber noch
ein Stück zu gehen. Es regnet nicht mehr und wir bleiben die ganze Strecke
von Mücken verschont. Etwas oberhalb von Staloluokta finden wir einen netten
Zeltplatz mit Blick auf den Virihaure. Wir kochen wieder im Zelt, da es ziemlich
kalt ist. Zur Belohnung gibt es heute Kartoffelpuffer. Die Zubereitung erfordert
jedoch sehr viel Benzin und wir werden beim nächsten Trip darauf verzichten.
Um die Abende etwas abwechslungsreicher zu gestalten trinken wir heute Tee mit
Rum.
23. Juli 1995
Außerhalb des Zeltes ist es extrem windig und kalt (immer noch 7°C). Wir
wollen erst mal nicht wandern, da Pausen zu ungemütlich wären. Dafür
haben wir keine Probleme mit Mücken. Christian unternimmt einen Reparaturversuch
an seinem Photoapparat - jetzt stinkt es auch noch nach Schwefel, da er versucht
mit Streichhölzern zu löten. Er nimmt dann doch Klebeband, um die Kabel
zu verbinden und macht Testphotos. Anschließend backen wir ziemlich viele
Pfannkuchen. Erst jetzt stellt sich die wahre Dimension von Fietes Erkältung
heraus - er verweigert die Nahrungsaufnahme! Gegen 13 Uhr machen wir ein Nickerchen.
Es ist noch immer stürmisch und kalt. Zwei Stunden später packen wir,
belästigt durch Fietes Verdauungsstörungen. Eine weitere Stunde und
wir brechen nach Staloluokta auf. Wir besichtigen die Lappenkirche und nehmen
eine Abkürzung. An einer Weggabelung entscheiden wir uns siegesgewiß
für den falschen Weg und landen in fast undurchdringlichem Unterholz. Nach
anstrengenden Kämpfen in der Bärenscheiße und im Unterholz eines
Birkenwaldes pausieren wir am Kieddejåkkå zwischen Luoppal und Kieddaure und ebenfalls
zwischen zwei Wasserfällen. Fiete bewacht die Rucksäcke während
Christian und Silke den rechten Weg und die Furt suchen. Nach etwa zwei Stunden
kehren sie nach erfolgreicher Odyssee zurück. Fiete ist verschwunden. Kurz
darauf taucht er auf und es entbrennt eine heftige Diskussion über Erkundungszeitraum
und Erkundungsziel. Damit sich die Gemüter der Herren wieder beruhigen, bauen
wir das Zelt auf. Es regnet und wir essen mal wieder im Zelt.
24. Juli 1995
Am nächsten Morgen
sind wir bei strahlendem Sonnenschein um 10 Uhr 30 marschbereit. Die männliche
Mehrheit beschließt, zunächst eine Flußquerung direkt am Zeltplatz
zu versuchen, da der Wasserstand stark gefallen ist. Es entstehen einige hübsche
Photos, anschließend werden noch ein paar Kleidungsstücke getrocknet.
Wir gehen dann doch steil bergauf zum richtigen Weg und zur Furt, die auf der
Karte eingezeichnet ist. Nach einer Stunde erreichen wir die Watstelle. Sie läßt
sich ohne Schwierigkeiten durchqueren. Nach dem Kälteschock braucht Silke
jedoch eine ganze Tafel Schokolade und zwei Müsli-Riegel, um wieder gehtauglich
zu werden. Die Rückkehr auf den Padjelantaleden verläuft - wider Erwarten
- problemlos. Wir peilen Tuoddar an. Es geht gemächlich aber stetig bergauf.
Kurz vor der totalen Erschöpfung tauchen die Hütten von Tuoddar auf
und wir suchen uns in Sichtweite einen Zeltplatz. Leider wählen wir einen
nicht ganz windgeschützten Platz.
Angesichts der Landschaft befällt Fiete eine tiefe Melancholie und er beschwert
sich darüber, daß noch nicht einmal ein Baum vorhanden sei, an dem
er sich erhängen könne.
25. Juli 1995
Christian wird um 5 Uhr 30 durch infernalisches Getöse geweckt. Sturm und
Regen zerren am Zelt. Ein Temperaturcheck ergibt 4°C im Zelt! Nach zwei Stunden
steht er auf, um das Zelt nachzuspannen und stellt eine Außentemperatur
von 3°C fest. Er schätzt eine Windstärke von 6-7, mit noch stärkeren
Böen. (Später auf der Rückreise erzählen uns Wanderer im
Zug, daß die Böen bis zu 120 km/h erreicht haben.) Eisregen und Hagel
setzen ein und gefrieren auf der Zeltplane. Im Innern des Zeltes wird dies durch
eigenartige Muster erkennbar. Nichtsdestotrotz frühstücken wir ausgiebig
und brechen dann völlig durchgefroren auf. Selbst das in Tuoddar angebotene
frische Brot kann uns nicht dazu verleiten, länger hier oben zu verweilen.
Wir überqueren die Seenplatte und beginnen den Abstieg zum Vassjajåkkå.
Unterwegs begegnen wir Goldregenpfeifern und Flußseeschwalben. Der eisige
Wind begleitet uns bis nach Tarreluoppal, wo wir gegen 17 Uhr ankommen. Der
Wind wird schwächer und es wird wärmer. Wir umgehen noch den Tarreluoppal
und campieren direkt am Ufer.
Um 9 Uhr ist es noch recht ungemütlich, doch bessert sich das Wetter sehr schnell. Bis Silke eine Waschung durchgeführt hat, ist draußen herrliches Wetter und wir beschließen ein Feuer zu machen und Brot zu backen. Das schmeckt ausnehmend gut nach tagelanger Einheitskost aus Müsli und Pfannkuchen. Um zwanzig nach zwei brechen wir gen Såmmarlappa auf. Obwohl wir gestern schon etwa 3 km der Strecke gut gemacht haben, sind die restlichen 12 Kilometer unendlich lang. Abends erreichen wir endlich Såmmarlappa und ein schwedisches Ehepaar zeigt uns einen guten Zeltplatz direkt am Tarraätno. Es gibt eine fertige Feuerstelle mit bereitgelegtem, gesägten Brennholz. Wir bleiben lange bei leichtem Regen am Feuer sitzen, welches nach zwei Stunden erst so richtig lodert. Das Feuer kriegt die nassen Socken trocken und Christians Handschuh eine Nummer kleiner.
27. Juli 1995
28. Juli 1995
Zunächst ist Ausschlafen angesagt. Im Unterholz sichtet Silke ein Pärchen stattlicher Hühnervögel, die nicht identifiziert werden konnten. Wir diskutieren unsere Ausrüstung, die Ergebnisse sind am Ende dieses Berichtes festgehalten. Es ist sehr warm - Christian sitzt schon 10 Minuten im T-Shirt draußen. Nach Brötchenfrühstück - werden immer besser - lümmeln wir am Feuer herum. Der Himmel bedeckt sich etwas. Im beißenden Qualm von Fietes Feuer macht Christian weitere Lötversuche an seiner Kamera.
Nachdem Christian gestern eine Salamischeibe
in ein Geburtstags-Yes-Tortie verwandelt hat, geht heute der Lötkolben
(rostiger Nagel aus Treibgut) am brennenden Stock im Feuer unter. Im Laufe des
Tages stellt sich heraus, daß den Herren in unserer Reisegruppe das gute
Pfanni-Kartoffelpüree nicht mundet. Sie finden es so schlecht, daß
sie einen Teil davon
Heute müssen
wir schon um sechs Uhr aufstehen, da wir auf das Boot nach Kvikkjokk angewiesen
sind, das uns der Zivilisation zuführen soll. Mit einem weiteren mageren
Frühstück machen wir uns um 8 Uhr 30 auf den 8 Kilometer langen Weg
nach Bobäcken zum Bootsanleger. Diesen erreichen wir um halb zwölf
und haben somit 30 Minuten Zeit bis das Boot kommt. Der Weg bis hierhin zeichnete
sich vor allem durch enormen Mückenreichtum aus. Das Erkennen des Bootsanlegers
bereitet uns einige Schwierigkeiten, doch endet der markierte Pfad am Wasser.
Vier weitere Personen überzeugen uns von der Richtigkeit unseres Aufenthaltsortes.
Ein winziges Boot liefert uns 20 Minuten und 60 SEK später in Kvikkjokk
ab. Es ist heiß und wir Essen zuallererst ein EIS!!! Außer Mücken
treffen wir hier noch zwei Kampf-Wanderer aus Schwaben. Fleckentarnhose, Springerstiefel,
olivgrüne Hemden und der Hut des Afrika-Korps. Am Gürtel zwei Bowie-Messer,
auf die Rambo stolz wäre. Nach dem Genuß des Eises begeben wir uns
auf die Suche nach der Turist-Service-Station und finden sie. Doch zunächst
gehen wir Einkaufen und trinken anschließend nach 14-tägigem Entzug
unser erstes Bier - ein Lapinkulta.
Christian füllt unsere neuen Vorräte (Mehl, Marmelade, Kaffee, Müsli und Zucker) in die leeren Behälter, während Fiete und Silke duschen gehen. Um 14 Uhr 25 informieren die Rückkehrer Christian darüber, daß lediglich kalt geduscht werden kann, so daß dieser spontan beschließt, noch ein wenig sein natürliches Aroma beizubehalten. Wir nehmen den Bus nach Gällivare über Jokkmokk um 15 Uhr 45. In der Zwischenzeit wird unser dilettantisches Wissen über die Busverbindungen von einem deutschen Pärchen enttarnt. Sie schlagen uns eine bessere Möglichkeit vor, die uns volle zwei Tage mehr im Süden bringen soll. Der Bus fährt nämlich weiter nach Murjek, wo wir entweder direkt Anschluß an den Zug Kiruna-Stockholm haben oder einen Zubringer-Zug erreichen können. Wir nehmen den Vorschlag an. Das Pärchen steigt in Jokkmokk aus, jedoch nicht ohne uns Übernachtungsmöglichkeiten zu nennen, die wir gegebenenfalls nutzen können. Wir kommen um 18 Uhr 30 in Murjek an und stellen fest, daß unser Zug tatsächlich dort hält! Das bedeutet, daß wir zwei volle Tage gewonnen haben. Die Liegeplätze können im Bahnhof nicht umgebucht werden - wir müssen uns an den Schaffner wenden. Bei Ankunft des Zuges kommt dieser glücklicherweise sofort zu uns und er hat auch noch drei Liegeplätze, die er uns für unsere Reservierung überläßt. Fiete erhält ein separates Bett in einem Abteil mit einer blonden Schwedin, die, wie sich herausstellt, jedoch nicht alleine reist. Pech! Silke und Christian kommen zu einem dänisch sprechenden Schotten und seinen beiden deutsch sprechenden dänischen Cousins. Wir haben eine angeregte Unterhaltung - der Schotte spricht zum Glück auch noch perfekt deutsch! - bis der sechste Mann im Abteil um Ruhe bittet.
31. Juli 1995