Wir wachen gegen 11 Uhr auf und frühstücken "gemütlich". Als es aufhört zu regnen und sich die Wolken etwas lichten, beschließen wir, aufzubrechen. In Rekordgeschwindigkeit sind die Rucksäcke gepackt und kurz vor zwei stapfen wir los. Wir wollen geradewegs über den Alep Gierkav absteigen. Dort angekommen, erweist sich dieser Weg als unmöglich. Es geht etwa bis zur Hälfte einigermaßen herunter, dann folgen mindestens zehn Meter Steilabfall. Unmöglich, nicht nur wegen der Gummistiefel. Etwas tückisch ist der Einstieg: Es geht flach herunter, dann immer steiler, so dass man glaubt, es geht schon. Später sehen wir die Stelle von unten. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn wir weiter geklettert wären.
Also geht es wieder gut 30 Meter aufwärts und Gehrichtung links vorbei. Dort geht es halbwegs normal abwärts. Jetzt heißt es, eine Furt über den Abfluss des Pietsaure zu finden, sonst wird es nichts mit dem Bier. Es geht immer weiter abwärts, wir können zwischen zig Trampelpfaden wählen. Immer mehr "Bonsai-Birken" tauchen auf. Und immer mehr Unterholz. Und das zusammen ist ein Paradies für unzählige Mücken, die wir beim Durchlaufen alle aufscheuchen. Bald sind wir von regelrechten Schwärmen umgeben. Vor uns liegen drei Teiche, fast Seen. Zwischen dem linken und mittleren erstreckt sich ein weitläufiger Sumpf. Zwischen mittlerem und rechtem besteht eine schmale Verbindung durch einen kleinen Bach. Wir können diesen in Gummistiefeln am Auslauf des rechten Teiches durchqueren und gelangen endlich auf eine Anhöhe, von der aus wir nach einer Watmöglichkeit Abfluss Ausschau halten. Außerdem verläuft laut Karte auf der anderen Seite ein Trampelpfad zum Bootsanleger nach Stora Sjöfallet, den wir ebenfalls suchen, um eventuell einen Anhaltspunkt für eine Furt zu finden. Der Fluss führt viel Wasser und ist an der schmalsten Stelle wenigstens 20 m, an der breitesten sicher 40 m breit. Wir wandern zum Ufer, um dort entlang nach einer Möglichkeit zum Queren zu suchen. Nach etwa 300 m Quälerei durch Weidengestrüpp vermischt mit Birken verlassen wir den Uferbereich und klettern auf eine weitere Anhöhe. Die Mücken, die wir am Ufer aufgescheucht haben, begleiten uns freundlicherweise und bilden mittlerweile Schwärme, gegen die unser Erstkontakt heute Mittag nur das Vorspiel war. Silke reibt sich kräftig mit Mückenmittel ein, Fiete und ich versuchen es mit Mückennetzen. Die Biester sitzen überall, wo es wärmer ist als in der Umgebung. So sind unsere Rucksäcke, Hosen und Jacken bald voller Plagegeister. Ich versuche, ein paar Bilder zu schießen, aber der Erfolg ist gering. Wir schauen uns ohne Gepäck um. Silke scheucht beim Erklimmen eines Hügels drei Falken auf, die sich lautstark bemerkbar machen und ein paar Tiefflüge über unsere Hüte starten. Wir entfernen uns etwas und die Tiere beruhigen sich wieder. Weiter oberhalb in Richtung Saltoluokta befindet sich der Auslauf aus dem See Pietsaure. Dort sieht der Fluss flacher aus, da er sich in zwei Arme teilt und erheblich breiter wird. Weiter unterhalb wird er schmaler und unserer Ansicht nach wilder. Also beschließen wir, es am Auslauf zu versuchen und bei Misslingen weiter nach Saltoluokta zu laufen. Wir schnallen unsere Rucksäcke auf und gehen durch Mückengürtel los. Die Biester gesellen sich zu den anderen dazu. Beim Zurückblicken heben sich wirklich tausende von den kleinen Plagegeistern gegen den bewölkten Hintergrund ab. Außerdem finden uns wieder reichlich Kriebelmücken, die durch ihre kleine Größe in den Klamotten einige Lücken mehr finden, als ihre größeren Freunde. Es regnet, was auch sonst und das Mückenabwehrmittel wird langsam von unseren Händen gewaschen. Nach einiger Zeit und mehrere Mücken später sehen wir dort aus wie Streuselkuchen.
Wir gelangen endlich zum Auslauf des Sees, wo eine schmale Sandbank bis fast zur Hälfte in den beginnenden Fluss reicht. Wir gelangen ohne wesentliche Probleme dorthin. Von dort aus reicht die Höhe unserer Stiefel zu einem Gang von weiteren zehn Metern in den Fluss. Aber das reicht zum Überqueren nicht. Fiete zieht seine Lundhags Stiefelhosen an und kommt noch einmal gut zehn Meter weiter. Aber auch das reicht bei Weitem nicht. Es fehlen immer noch mindestens 20 Meter und es wird - dies ergibt die Stockprobe - noch reichlich tiefer. Wir überlegen, die Hosen und Stiefel auszuziehen und mit kopfübergehaltenem Rucksack zu waten. Strömung ist hier so gut wie keine, allerdings hätte dann Silke mit ihrer Körpergröße ein Problem. Dazu kommt noch, dass keiner Lust hat, auch nur ein Kleidungsteil bei dieser Mückeninvasion auszuziehen. Desweiteren würden wir zunächst nur bis zu einer Insel im Fluss gehen können und keiner kann von hier aus erkennen, wie es dahinter weitergeht.
Somit tritt Plan B in Kraft, d.h. ab nach Saltoluokta. Fiete packt seine Lundhags ein und wir gehen los. Immer wieder treffen wir auch hier auf Lemmingkadaver, die wohl wegen des Überangebotes nur mäßig ausgeweidet sind. In diesem Moment sehen wir zwei Personen in einem kleinen Motorboot praktisch vor unserer Nase aus dem anderen Arm hinter der Insel fahren und Kurs auf unser Ufer nehmen. Sie landen etwa 200 Meter vor uns, steigen aus und beginnen sofort, etwas zu pflücken. Beim Näherkommen erkennen wir ein Lappenpärchen, welches Moltebeeren sammelt, die Frau nimmt mehr oder weniger Reißaus. Ob wegen unseres Aussehens oder unseres Geruches haben wir nicht erfahren. Der Mann bleibt stehen und wir kommen ins Gespräch. Wir fragen ihn nicht direkt, ob er uns nicht mit dem Boot mal eben ans andere Ufer bringen könnte, wir versuchen es diplomatisch. "Wie geht's, wie ist das Wetter, wo kann man hier durch den Fluss waten?" usw. Er sagt, dass es nach den starken Regenfällen der letzten Tage einfach zu tief zum Waten sei. Er muss die Regenfälle meinen, die teilweise durch unser Zelt geflossen sind...
Er fragt seine Frau irgendetwas in einer für uns unverständlichen Sprache (wohl samisch) und nach einer kurzen Diskussion bietet er uns an, mit ihm ans andere Ufer zu fahren. Gesagt, getan. Ich nehme meinen Rucksack ab, um an unserer Geld zu kommen. Dies ist natürlich gut verpackt, da wir im Sarek keine Einkaufsmöglichkeit erwartet haben. Keine fünf Minuten später verlangt er 50 SEK, was unserer Ansicht nach völlig OK ist. Leider haben wir nur einen 100er, er kann nicht herausgeben. So lassen wir ihm die 100, wohl wissend, dass wir damit für alle ewigen Zeiten die Preise heraufgeschraubt haben. Aber das interessiert uns im Moment nicht, wir sind einfach nur froh, denn wir haben von der Wetterlage, den Mücken und der Aussicht, die zehn Kilometer nach Saltoluokta durch dieses Mückengebiet zu gehen, einfach nur die Nase voll. Wir fragen noch nach dem in der Karte eingezeichneten Pfad nach Stora Sjöfallets diesseitigem Anleger und verabschieden uns. Bei dieser Gelegenheit sehen wir übrigens den anderen Flussteil, den wir hinter der Insel hätten überqueren müssen: völlig unpassierbar. Hier sprudelt reichlich Wasser mit hoher Geschwindigkeit über riesige Blöcke. Also haben wir uns mal richtig entschieden.
Es liegen noch fünf Kilometer vor uns, es regnet, es ist kalt, wir sind fertig. Also beste Voraussetzungen für einen herrlichen Abschluss. Wir finden auf dem Weg immer wieder Pfade, die aber alle mehr oder weniger schnell im Nichts enden. Leider können wir nicht sonderlich präzise unseren genauen Landungsort bestimmen. Der Pfad, der dem Lappen völlig unbekannt war, verläuft nach Karte von uns aus genau nördlich. Es ist nicht wichtig, wo wir dort auskommen, wir müssen nur den Pfad treffen.
Über Stock und Stein, durch Pfützen, kleinen Bäche, bergauf und bergab kämpfen wir uns langsam voran. Nach einer Stunde machen wir Pause und rätseln über unseren Standort, da hier wirklich alles gleich aussieht, keine größeren Seen auftauchen oder markante Höhen. Zwischenzeitlich hört es nur kurz auf, zu regen, so dass wir unsere Ponchos anbehalten. Dies hat allerdings den Nachteil, dass wir nun an jedem Ast - und davon gibt es wieder reichlich - mindestens zweimal hängen bleiben. Es ist richtig ätzend. Endlich erreichen wir einen See und erhoffen uns eine bessere Orientierung. Während wir uns bemühen, Länge und Breite des Sees richtig einzuschätzen, wandert eine dicke Nebelsuppe auf uns zu und macht genauere Schätzungen unmöglich, da wir nach drei Minuten nur noch ca. 50 Meter weit sehen können. Der Karte entnehmen wir, dass wir noch etwa einen Kilometer bis zum Pfad gehen müssen. Wir wählen den direkten Kurs nach Norden und gehen kaum noch Umwege. Ziemlich verdutzt erblicken wir nach einer halben Stunde statt eines Trampelpfades einen See, der nach unserer Navigation schon längst hinter uns liegen müsste. Nun ja, in der Suppe kann das wohl mal passieren. Um möglichst wenig Umweg zu laufen, gehen wir so dicht wie möglich am See entlang, der zunächst ein breites, steiniges Ufer besitzt. Allerdings ist die Kombination mosiger Stein und Nässe nicht besonders Spitze. Bei einem der etwa 1000 Ausrutscher bleibe ich mit meinem rechten Stock im Poncho hängen und lege mich mit einem kräftigen Schlag ungebremst auf die Seite. Wutentbrannt versuche ich, den Poncho daraufhin so schnell wie möglich los zu werden. Diese Aktion endet darin, dass mich Silke aus einem Knäuel aus Rucksack, Stock und über dem Rucksack zusammengeknotetem Poncho befreien muss... Nichts wie weg von diesem Steinglitsch und lieber durchs Unterholz geplagt.
Endlich, diverse Beinahe - Stürze und Steigungen später: ein deutlicher Trampelpfad. Es ist schon spät, so gegen acht Uhr und es liegen noch etwa drei Kilometer vor uns bis zum Anleger. Wir machen eine Pause und beraten, was am besten zu tun sei. Ich bin zunächst dafür, ein Lager aufzuschlagen und am nächsten Tag erholt weiter zu gehen. Außerdem ist es schon spät, wir erreichen den Anleger sowieso außerhalb irgendwelcher Bootszeiten. Aber Fiete erzählt pausenlos von echtem, leckeren, kalten Bier, von bequemen Stühlen auf dem Campingplatz usw. usw. Wir lassen uns von diesen schlagkräftigen Argumenten leicht überzeugen, obwohl wir genau im Zeitplan sind. Also in einem furchtbaren Gewaltmarsch die drei lächerlichen Kilometer bis zum Anleger. Bei unseren ganzen Bierfantasien haben wir doch glatt die Höhenlinien auf der Karte übersehen. Zunächst geht alles recht glatt, dann nur noch stolpernderweise bei beachtlichem Gefälle. Unsere Knie und Oberschenkel glühen. Passenderweise ist das Gebiet vor der Sjöfallsstugan total überschwemmt, so dass wir uns dort gut abkühlen können...
Wir erreichen ein schönes, total mückenverseuchtes Waldstück vor der ersten Hütte und sind schlagartig auch noch blutarm. Nur nicht stehen bleiben, die Biester sind total ausgehungert. Die erste Hütte ist in Sichtweite, endlich wieder Zivilisation. Diese entpuppt sich beim Näherkommen als Täuschung: es ist eine verlassene Bruchbude. Vor einer Art Nebeneingang, der aufgebrochen ist und einen herrlichen Blick auf die müllige Einrichtung ermöglicht, befindet sich rechts ein Telefonschild auf einem Kasten. Wir folgen aber weiter dem Weg, weil wir nicht wirklich glauben, dass es alles sein soll. Aber auch die nächste Hütte ist verlassen, der Anleger ist allerdings wohl noch in Betrieb. Dort hängt ein zerrissenes Schild mit irgendwelchen unleserlichen Abfahrtzeiten, daneben ein handgeschriebener Zettel, dass man doch bitte das Telefon benutzen soll. Wir legen unsere Ausrüstung ab und ich stapfe zurück zu dem merkwürdigen Telefonhäuschen. In der Tat befindet sich hinter reichlich Unkraut eine kleine Tür in dem Kasten mit einem normalen Telefon. Allerdings keine Hinweise auf eine Nummer, bis mir graffiti-ähnliche Einritzungen auf der Innenseite der Türe auffallen. Es ist halb Zehn, eigentlich zu spät, um anzurufen. Aber die Mückenschwärme treiben mich zur Skrupellosigkeit. Hörer abgenommen und Nummer gewählt. Außer einem lauten Brummen ist nichts zu hören, bis ich plötzlich meine eigene Stimme erkannt zu haben glaube. Allerdings so leise, dass die folgende Kommunikation sehr interessant wird. Verzweifeltes, wiederholtes Nachfragen auf der anderen Seite zeigt, dass er mich wohl noch schlechter versteht, als ich ihn. Und alles mit meinem tollen Englisch. Ich bilde mir ein, dass er etwas von einem Hotel soundso in blabla gesagt hat und ich versuche, unser Anliegen zu schildern. Irgendwie klappt es, wir sehen eine Viertelstunde später ein Boot am anderen Ufer starten.
Inzwischen sind wir fast ausgesaugt. Keiner hat mehr Lust, sich mit dem Juckreiz verursachenden Mückenmittel einzureiben. Und so laben sich die Biester kräftig an uns.
Silkes und mein Wanderstock aus Holz landen am Wegesrand, wir behalten nur unsere Teleskopstöcke.
Das Boot hält derweil Kurs auf einen Notsteg links neben dem "richtigen" Anleger. Es sind ein paar notdürftig zusammengenagelte Palettenreste. Nach einer freundlichen Begrüßung laden wir unser Gepäck und uns ins Boot. Es ist jetzt viertel vor zehn Uhr abends und es regnet...
Auf der Überfahrt wird es jetzt richtig kalt, da wir total durchnässt sind und schön im Fahrtwind sitzen. Aber dies ist uns total egal, die Bierfantasien schlagen voll durch.
Endlich erreichen wir Stora Sjöfallet und zwar am - in der Karte auch eingezeichneten - Flugplatz, welcher sich allerdings als Hubschrauberlandeplatz entpuppt. Spontan beschließen wir, uns einen Rundflug zu gönnen, wenn wir am nächsten Tag gutes Wetter haben sollten und endlich geduscht sind. Wir bezahlen mit 75 SKR sicher nicht zuviel, wenn man die Strecke und die Uhrzeit unseres Anliegens bedenkt. Selbstverständlich geben wir noch 5 DM, also 25 SKR Trinkgeld für den jungen Kapitän, er bedankt sich freundlich und wir machen uns auf den Fußweg zum Campingplatz. Es sei etwa ein Kilometer. Auf der Straße ist das Laufen eine Qual. Nicht nur, dass wir total am Ende sind, nein, zu allem Überfluss schmerzen die Füße ganz gewaltig. Sie sind solche glatten und harten Untergründe nicht mehr gewohnt. Als einziges Auto fährt unser Kapitän von eben an uns vorbei und winkt freundlich zu. Mmmh, er hätte für das Trinkgeld wenigstens unser Gepäck mitnehmen können. Denn er begegnet uns auf dem Campingplatz fröhlich biertrinkend mit ein paar Freunden, während wir wie die Deppen mit vollen Gerödel unseren Zeltplatz aufsuchen. Wir haben ihn nach dem Weg gefragt, er wusste also, wohin wir laufen.
Aber dieses Erlebnis war noch nicht das Schlimmste. Denn bei unserer Ankunft warten wir erst einmal lange vor der Rezeption, dann gibt es - obwohl wir die Kühltheke mit dem aufgestapeltem Bier deutlich sehen können - keines mehr, denn der Laden wäre geschlossen. Die Dame bleibt eisern und erklärt uns stattdessen den Zugang zum Waschhaus. Auch Skötbullar, unsere geliebten schwedischen Frikos, will sie nicht verkaufen. Das haben wir in Schweden noch nie erlebt. Bisher hat sich jeder irgendwie erbarmt, spätestens wenn wir so aussahen, wie jetzt. Wir hätten ja auch am nächsten Tag zahlen können, wenn die Kasse für heute schon gemacht war, da wir sowieso in den nächsten zwei Tagen auf dem Campingplatz einiges anhäufen werden.
Genug geärgert, vor allem über den Marathongepäcklauf bergab bei Gefälle. Wären wir mal schön noch dageblieben und hätten unsere letzten Vorräte vertilgt. Ein bisschen Johnnie war auch noch da.
So trotten wir über den Campingplatz, auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen und völlig fertig. Laut Karte ist dieser Platz eigentlich ein Platz für Wohnmobile etc, außerdem stehen dort reichlich Hütten und größere Häuser, wohl für Gruppen. Einige werden gerade abgerissen und stehen jetzt ausgeweidet und trümmermäßig herum. Sieht nicht gerade einladend aus, zumal auch noch ein Wind mit teils kräftigen Böen die Wellblechreste auf den Dächern zu einem unheimlichen Lärmkonzert antreibt. Wir finden auf einem Stellpatz vor einem abgewrackten Gruppenhäuschen ohne demoliertes Dach eine - wie es auf den ersten Blick scheint - akzeptable Gelegenheit, unser Zelt aufzustellen. Dort steht schon eins am Rand, einen weiteren Leidensgenossen entdecken wir in seinem Auto neben dem Zelt. Es ist schlappe halb elf und wir haben auch keine Alternative entdeckt. Der eigentliche Zeltplatz ist noch mal einen Kilometer weiter auf der anderen Seite eines Seeeinschnitts ins Gelände. Laut Karte jedenfalls, denn sehen können wir von hier aus nichts.
Bohrversuche mit einem Zelthering ergeben einen prima Untergrund für Wohnmobile etc., aber nichts für ein Zelt. Wir schleppen unseren ganzen Kram Richtung Urlauber im Auto, schließlich steht sein Zelt dort auch. Allerdings hat er wohl andere Heringe. Wir ritzen mit unseren Spielzeugen die verdichtete Schicht gerade an und sichern stattdessen alle mit großen Steinen ab. Abspannen kann man damit natürlich nicht und unser Zelt sieht aus wie die Golden Gate Bridge...
Egal, Sachen ausgepackt, Lebensmittel und Ausrüstung zur Küche geschleppt und so gegen elf gekocht. Sitzgelegenheiten gibt es dort nicht, so nehmen wir in gebückter Haltung auf den Querstangen der Kücheinrichtung Platz. Nur nicht zusammengekauert im Zelt sitzen müssen. Es gibt irgendein Nudelgericht und zum Nachtisch den letzten - allerdings großen - Schluck Johnnie.
Und ab in die Koje...